Das Jesuskind in der Krippe von Bethlehem - Foto: Gerd Altmann auf Pixabay

Wir stehen kurz vor Weihnachten sowie an der Schwelle zum neuen Jahr. Auch zu dieser ruhigen und besinnlichen Zeit des Jahres erzählte man sich im Schönhengster Land (Hřebečsko) viele Sagen.

Auf gepackten Koffern: Tomáš versucht Sabine zur gemeinsamen Flucht zu überreden, doch sie begleitet ihre Mutter in die Vertreibung, Foto: Petr Špánek

Ein Musical über die Vertreibung der Deutschen. Geht das überhaupt? Schüler aus Bayern und Böhmen haben sich an den schwierigen Stoff gewagt.

Das Königsfelder Brünnlbad - Foto: Irene Kunc

Leise rieselt der Schnee… Wo das jetzt nicht der Fall ist, dort stelle man sich einfach mal vor: Draußen ist alles weiß, der Himmel ist grau, es ist kalt und den ganzen Tag schneit es. Daheim aber ist es gemütlich, wie in früheren Zeiten, als noch das Feuer in den Öfen lustig knisterte und der späte Nachmittag die richtige Zeit zum Sagen erzählen war.

Ob Lesungen oder Theaterstücke - bei der langen Nacht der kurzen Texte sind alle künstlerischen Kurzformen erlaubt - Foto: Renáta Foltysová (OKO - Opavská kulturní organizace)

Es musste erst Abend werden in Troppau, ehe sie beginnen konnte: „Die langen Nacht der kurzen Texte“. Die Sprache ist deutsch. Sonst ist alles erlaubt, Hauptsache natürlich, man fasst sich kurz.

Die Gablonzer Orgel wird von Eule Orgelbau aus Bautzen restauriert - Foto: Nadační fond Jablonecké varhanyOrgel wird von einer Familienfirma in Bautzen restauriert - Foto: Nadační fond Jablonecké varhany

Die Orgel in der Gablonzer Herz-Jesu-Kirche ist ein seltenes Instrument. Nach fast 90 Jahren war es aber vom Holzwurm befallen und nicht mehr nutzbar. Nun wird die Orgel von der Bautzener Firma Eule Orgelbau restauriert.

Vielleicht hat es einmal so ausgesehen - das versunkene Schloss von Reichenau - Foto: Enrique Meseguer auf Pixabay

Es war einmal eine Zeit, da an langen Winterabenden in vielen Dörfern des Schönhengster Landes (Hřebečsko) Federn geschlissen wurden. Dazu kamen Frauen und junge Mädchen in verschiedenen Häusern zusammen, um günstige Federbetten für ihre Aussteuer zu beschaffen. In den Arbeitspausen gab es Kaffee und Krapfen, während der Arbeit der Mädchen am Federnschleißen erzählte man sich Geschichten. Es wurde viel gelacht und gesungen.

Der Friedhof von Krönau - Foto: Místopisný průvodce po ČR (www.mistopisy.cz)

Nun ist wieder November und wir gedenken der Toten. Jede Blume, jedes Immergrün ist ein Zeichen der Verbundenheit mit jenen, die uns vorausgegangen sind. Jede Kerze oder Laterne ist mit ihrem Licht die Verbindung zwischen uns Lebenden und den Verstorbenen. Sie senden auch ihr Licht, hinüber auf die verfallenen, verwahrlosten Friedhöfe zu den Toten in fremder Erde und auf die Soldatenfriedhöfe. Friedhöfe sind auch die letzte Heimat für alle.

Vielerorts in Tschechien bieten die Grabstätten der ehemaligen deutschen Bevölkerung einen traurigen Anblick - Foto: Milan Votava

In vielen Orten Tschechiens bieten alte Grabstätten der ehemaligen deutschsprachigen Bevölkerung einen traurigen Anblick. In Haindorf und Ferdinandsthal kann man nun sudetendeutsche Gräber adoptieren, wodurch viele bereits aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht sind.

Das neue Präsidium der LV: Hana Slížová, Hans D. Korbel, Milan Neužil, Martin Dzingel, Michal Urban, Petra Laurin (v.l.). Auf dem Bild fehlt Marie Rončka, die in Abwesenheit gewählt wurde. Foto: Manuel Rommel

Die deutsche Minderheit wählte gleich fünf neue Mitglieder an ihre Spitze. Martin Dzingel wurde für weitere drei Jahre als Präsident bestätigt.

Maria Bründl im Reichenauer Wald - Foto: Irene Kunc

Der Herbst ist nicht nur die Jagdzeit, aber auch die Zeit, in der man in den Wald „auf Schwamerln geht“ und so kommt man im Wald an so manch kleinen sakralen Bauten vorbei. So kann man auch im Reichenauer Wald (Rychnov na Moravě) viele Schwammerl in der Nähe des Maria Bründl finden. Und um Maria Bründl dreht sich folgende Sage.

Zum Anfang