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Foto: Unterhosenfahne auf der Prager Burg - Bild: ztohoven.com

Wann immer der tschechische Präsident in seiner Heimat ist, weht über seinem Amtssitz, der Prager Burg, seine Standarte mit den Wappen Böhmens, Mährens und Schlesiens sowie dem Leitspruch: „Die Wahrheit siegt“. Am vergangenen Wochenende haben Anarcho-Künstler der Gruppe „Ztohoven“ (deutsch etwa: „Raus aus dem Dreck“ oder auch „Schei…“) in einer Blitzaktion die Flagge eingeholt und gegen eine überdimensionale rote Unterhose ausgetauscht.

 

 

Foto: Rosa IS-2 in Lešany - Bild: LE7tra

Als die Tschechoslowakei 1989 die Herrschaft der Kommunistischen Partei abschüttelte, waren auch die Symbole der „ewigen Freundschaft“ mit der Sowjetunion plötzlich ihrer Unantastbarkeit enthoben. Unter ihnen war auch jener Panzer IS-2m, wobei das IS für Iosif Stalin steht, der seit 1945 auf einem fünf Meter hohen Sockel in Prag an die Befreiung der Stadt durch die Rote Armee erinnern sollte. Zwar hatten die sowjetischen Truppen Prag am 9. Mai 1945 in ganz anderen Panzern erreicht, nämlich in den fast schon legendären T-34, als Denkmal wollte man den Pragern aber etwas Moderneres präsentieren.

 

 

Foto: Wenzelsplatz 1945 - Bild: čtk

Zum 70. Mal jährt sich am 5. Mai der Beginn des Prager Aufstandes, einem Ereignis, das am Ende des NS-Regimes im Protektorat Böhmen und Mähren stand. Trotz seiner geringen Beachtung ist sein Vermächtnis in Prag bis heute allgegenwärtig.

„Je právě sechs hodin“ (es ist gerade sechs Uhr) - mit diesen seltsamen Worten gab Zdeněk Mančal, ein Mitarbeiter des Prager Rundfunks, am 5. Mai 1945 das Signal zum Aufstand.

 

Foto: Origami-Elefant

„Entscheidend ist, was hinten rauskommt", dozierte einst unfreiwillig komisch Deutschlands Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl auf einer Pressekonferenz. Dieser Satz gehört mit Sicherheit zu denen, die ihn überleben werden, wenngleich der Kabarettist Dieter Hildebrandt Jahre später noch über Kohl spottete: „Dieser Mann hat auf geradezu lachhafte Art absolut keinen Funken Humor." 

 

Foto: Kafka Familiengrab - Bild: Wiki

Prag-Touristen könnten unterschiedlicher nicht sein. Da gibt es die Durstigen, die von einem Wirtshaus zum anderen ziehen und so erheblich dazu beitragen, dass sich die Tschechen weltweit als das Volk mit dem größten Bierverbrauch rühmen können. Da sind Jazzfanatiker, die in meist kleinen dunklen Kneipen Vertretern einer Szene lauschen, die noch immer einmalig in Europa ist. Hippe Jugendliche aus dem Westen tauchen in das preisgünstige Prager Nachtleben ein.

 

Foto: Regal mit Bierseideln - Bild: LandesEcho/tra

Sie sind wieder da: Hunderte junge Dänen, die ihre Ferien mittlerweile schon traditionsgemäß in der tschechischen Hauptstadt Prag verleben. In den vergangenen zwei Jahren gab es immer mal Ärger mit einigen von ihnen, weil sie ein paar Glas Bier zuviel tranken und danach nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne gewesen waren. Da zerlegten sie auch schon mal das eine oder andere Hotelzimmer oder feierten überlaut in den Straßen der Moldaustadt.

 

 

Foto: Geschlossen-Schild

Bekämen die Tschechen die derzeit in Dresden laufende Debatte über das Für und Wider von verkaufsoffenen Sonntagen mit, würden sie vermutlich lachen. In ihrem Land kann man de facto an 365 Tagen im Jahr nahezu rund um die Uhr einkaufen. Das gilt zumindest für Prag und andere Großstädte. Doch womöglich müssen sich die Tschechen an ein strengeres Regime gewöhnen: Der sozialdemokratische Senator František Bublan brachte am Dienstag im Prager Unterhaus einen Gesetzentwurf ein, der auf eine Revolution im Handel Tschechiens abzielt.

 

Foto: Demonstration zur "Rettung des Christkinds" - Bild: Commservis/Wiki

Die ganz Kleinen staunen mit großen Augen und offenen Mündern. Die größeren Kinder singen oder summen zusammen mit den Eltern oder Großeltern die Melodie mit. Zu Liedern, die ein Kinderchor auf einer Bühne neben der großen geschmückten Tanne intoniert, die mitten im Prager Zentrum auf dem pittoresken Altstädter Ring steht.

 

Bild: "In der Kneipe" von Heinrich Zille, 1913

Knapp zehn Jahre mag es her sein, da ich mich mitten in der Woche am späten Nachmittag in Ermangelung von Flaschenbier in die nächstgelegene, ziemlich finstere, aber sehr gut von ausschließlich Männern besuchte Kneipe in meinem damaligen Prager Wohnviertel Strašnice begab. Dass ich dort etwas falsch war, merkte ich schnell. Ich hatte mir zum Bier die Lektüre zweier Wochenzeitungen mitgebracht. Der spinnt, müssen die Jungs an den Nachbartischen über mich gedacht haben.

 

Foto; Reichstagsgebäude in Berlin - Bild: tra

Am 21. Oktober 2014 wurde auf der Deutschen Botschaft in Prag ein Empfang für die ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten und Gäste organisiert. Das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) bietet jungen Menschen bis zum dreißigsten Lebensjahr die Gelegenheit, im Deutschen Bundestag für fünf Monate im Büro eines Abgeordneten zu arbeiten und gleichzeitig an der Humboldt Universität zu Berlin zu studieren.

 

 

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