Foto: Kafka Familiengrab - Bild: Wiki

Prag-Touristen könnten unterschiedlicher nicht sein. Da gibt es die Durstigen, die von einem Wirtshaus zum anderen ziehen und so erheblich dazu beitragen, dass sich die Tschechen weltweit als das Volk mit dem größten Bierverbrauch rühmen können. Da sind Jazzfanatiker, die in meist kleinen dunklen Kneipen Vertretern einer Szene lauschen, die noch immer einmalig in Europa ist. Hippe Jugendliche aus dem Westen tauchen in das preisgünstige Prager Nachtleben ein.

 

Foto: Regal mit Bierseideln - Bild: LandesEcho/tra

Sie sind wieder da: Hunderte junge Dänen, die ihre Ferien mittlerweile schon traditionsgemäß in der tschechischen Hauptstadt Prag verleben. In den vergangenen zwei Jahren gab es immer mal Ärger mit einigen von ihnen, weil sie ein paar Glas Bier zuviel tranken und danach nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne gewesen waren. Da zerlegten sie auch schon mal das eine oder andere Hotelzimmer oder feierten überlaut in den Straßen der Moldaustadt.

 

 

Foto: Geschlossen-Schild

Bekämen die Tschechen die derzeit in Dresden laufende Debatte über das Für und Wider von verkaufsoffenen Sonntagen mit, würden sie vermutlich lachen. In ihrem Land kann man de facto an 365 Tagen im Jahr nahezu rund um die Uhr einkaufen. Das gilt zumindest für Prag und andere Großstädte. Doch womöglich müssen sich die Tschechen an ein strengeres Regime gewöhnen: Der sozialdemokratische Senator František Bublan brachte am Dienstag im Prager Unterhaus einen Gesetzentwurf ein, der auf eine Revolution im Handel Tschechiens abzielt.

 

Foto: Demonstration zur "Rettung des Christkinds" - Bild: Commservis/Wiki

Die ganz Kleinen staunen mit großen Augen und offenen Mündern. Die größeren Kinder singen oder summen zusammen mit den Eltern oder Großeltern die Melodie mit. Zu Liedern, die ein Kinderchor auf einer Bühne neben der großen geschmückten Tanne intoniert, die mitten im Prager Zentrum auf dem pittoresken Altstädter Ring steht.

 

Bild: "In der Kneipe" von Heinrich Zille, 1913

Knapp zehn Jahre mag es her sein, da ich mich mitten in der Woche am späten Nachmittag in Ermangelung von Flaschenbier in die nächstgelegene, ziemlich finstere, aber sehr gut von ausschließlich Männern besuchte Kneipe in meinem damaligen Prager Wohnviertel Strašnice begab. Dass ich dort etwas falsch war, merkte ich schnell. Ich hatte mir zum Bier die Lektüre zweier Wochenzeitungen mitgebracht. Der spinnt, müssen die Jungs an den Nachbartischen über mich gedacht haben.

 

Foto; Reichstagsgebäude in Berlin - Bild: tra

Am 21. Oktober 2014 wurde auf der Deutschen Botschaft in Prag ein Empfang für die ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten und Gäste organisiert. Das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) bietet jungen Menschen bis zum dreißigsten Lebensjahr die Gelegenheit, im Deutschen Bundestag für fünf Monate im Büro eines Abgeordneten zu arbeiten und gleichzeitig an der Humboldt Universität zu Berlin zu studieren.

 

 

Foto: Nationalmuseum mit Havel-Plakat

Über dem 25. Jahrestag der „Samtrevolution" liegt der Mehltau der Unzufriedenheit mit den heutigen Politikern und den Ergebnissen nach 1989. Erwartungsfroh zeigt sich Prag am Morgen des 17. November. Hunderte ziehen schon zeitig zur Nationalstraße. Zu einem schmalen Häuserdurchgang, wo sie unter einer Gedenktafel Blumen niederlegen und Kerzen anzünden. Es ist jene Stelle, an der vor genau 25 Jahren kommunistische Polizei und Staatssicherheit eine Studentendemonstration brutal zusammengeknüppelt hat.

 

 

Foto: Bierstube der Ausstellung des Collegium Bohemicum mit Blanka Mouralová und Jan Šicha

Das geplante Museum der Deutschen in Aussig (Ústí nad Labem) ist von mehreren Seiten unter Druck geraten.

Dunkle Wolken zogen sich in den letzten Sommertagen über dem geplanten Museum der deutschsprachigen Bewohner der böhmischen Länder zusammen, das in Aussig entsteht. Nur knapp überlebte Blanka Mouralová, die Direktorin des Collegium Bohemicum, dem Träger des Museums, einen Putschversuch.

 

Drei Außenminister, ein Balkon, 25 Jahre - Foto: tra

Zwei Balkone spielten in der deutschen Geschichte eine besonders tragende Rolle. Am 9. November 1918 verkündete Philipp Scheidemann von einem Balkon des Berliner Reichstages die Abdankung des Kaisers und damit das Ende der Monarchie. Darauf folgten die turbulenten Jahre der Weimarer Republik, die Machtergreifung der Nationalsozialisten, der Zweite Weltkrieg und die Teilung Deutschlands durch die Siegermächte. Es dauerte über 40 Jahre, bis der Druck der DDR-Bevölkerung die Wiedervereinigung möglich machte. Vor 25 Jahren, am 30. September 1989, trat Hans-Dietrich Genscher, damals Bundesaußenminister, auf den Balkon der Deutschen Botschaft in Prag und verkündete den fast 4 000 DDR-Flüchtlingen im Garten: „Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist“.

 

 

Muslime in Tschechien machen nicht oft von sich reden. Dabei sind sie eine der wenigen anerkannten Religionsgemeinschaften.  

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