Foto: Václav Havel/Wiki

 Mit einigem Neid sahen die Tschechen dieser Tage nach Berlin. Sie freuten sich einerseitsüber den dortieren Rausch der freudigen Erinnerung an den Fall der Mauer. Doch den Tschechen selbst ist am 17. November, dem Tag, an dem ihre „Samtrevolution" begann, kaum nach Jubelfeiern zumute. Umfragen unter Prominenten nach dem heutigen Gefühl fallen eher verhalten bis enttäuscht aus. Ja, man fühle sich irgendwie freier als damals. Das gesteht man zu. Aber ansonsten seinen viele Dinge, die man sich in dieser Revolution erträumt hatte, nicht eingetreten.

 

Bild: Wahlurne

Kommunalwahlen scheinen von der Größenordnung her nicht so wichtig zu sein wie etwa Parlamentswahlen. In Tschechien ist das an diesem Wochenende für rund 160 000 Menschen ganz anders. Es sind dies Bürger aus anderen EU-Ländern, die vorübergehend oder ständig in der Nachbarrepublik leben.

 

 

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