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„Ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich mich fühlen soll.“

Foto: JDI-Landessieger Jan Bednář vor Fotowand - Bild: LE/Felix Zilke

Direkt nach seinem Sieg beim tschechischen Landesfinale von „Jugend debattiert“ sprach Jan Bednář mit dem LandesEcho über den deutschsprachigen Wettbewerb und seinen Erfolg.

LE: Wie kam es dazu, dass Du bei diesem Wettbewerb mitmachst?

Am Matyáš Lerch Gymnasium in Brno ist es fast schon eine ‚Pflicht‘ bei Jugend debattiert mitzumachen. Wir debattieren alle in der Klasse und diejenigen, die wollen, machen dann mit. Ich wollte es versuchen, weil ich dachte, dass ich mit Deutsch sicher sei und auch, weil ich es mag zu debattieren. Also ich wollte es versuchen und dann bin ich weiter und weiter gekommen.

LE: Wie fühlst Du Dich nach Deinem Landessieg? 

Also ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich mich fühlen soll, weil alles so schnell ging. Ich glaube aber, dass ich sehr froh bin, dass es für mich weitergeht und ich freue mich schon auf das internationale Finale in Estland.

LE: Warst Du schon einmal in Estland?

Nein, war ich nicht. Darauf freue ich mich auch.

LE: Woher kannst Du so gut Deutsch?

Ich lerne schon seit sechs Jahren Deutsch in der Schule. Aber ich war letztes Jahr auch in Deutschland an einem Gymnasium. Dort war ich zwar in einer internationalen Klasse, in der fast alle Fächer auf Englisch unterrichtet wurden, aber ich habe bei einer Familie gewohnt und da spricht man ja miteinander.

LE: Standst Du schon vor einem so großen Publikum?

Also für mich geht es nicht nur um die Größe des Publikums. Vielleicht war es in der Schule vor mehreren Klassen auch ein großes Publikum, aber es sind die Gäste, die zählen. Es ist anders, wenn man mit den Schülern zusammensitzt, als mit den ganzen Leuten heute beim Landesfinale.

LE: Warst Du aufgeregter als sonst?

Auf jeden Fall. Mit den Leuten, die da saßen, ist es etwas ganz Anderes, als vor Schülern zu sprechen.

LE: Wie war Deine Nacht vor dem Landesfinale?

Die letzte Nacht war so, dass ich mir gedacht habe, dass es jetzt irgendwie klappen wird und ich wollte mir keine Gedanken machen. Deshalb habe ich mit den anderen Leuten aus der Debattiergruppe so bis 5 Uhr gechillt, glaub ich, dann bin ich schlafen gegangen. Ich habe so ungefähr drei Stunden geschlafen. Man darf sich keine Gedanken machen, das klappt immer.

LE: Wie hast Du Dich auf die Finaldebatte vorbereitet?

Das war ein Prozess von drei Tagen, würde ich sagen. Die zwei möglichen Themen der Debatten waren mir ziemlich nah. Ich mag es, über Politik zu sprechen. Deshalb hatte ich schon darüber nachgedacht und hatte einfach auch schon Ideen dazu. Ich musste keine große Recherche machen, aber trotzdem habe ich mich auf jeden Fall viel mehr auf diese zwei Debatten vorbereitet als auf alle vorgehenden.

LE: Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Ich möchte in Deutschland studieren. Ich find es eigentlich so eine sehr gute Chance, weil in den Vereinigten Staaten und Großbritannien ist es sehr ehr teuer und in Deutschland ist es ich nicht günstig aber man kann es schon schaffen irgendwie hinzukriegen. Auch Stipendien Programme werde ich versuchen zu bekommen und es ist in der Nähe von Tschechien.

Das Gespräch führte Patrik Schumacher.

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