Der Veitsdom - Foto: Chiara Krug von Nidda

In Prag stehen die Menschen auf den Rolltreppen auf der rechten Seite, damit sie links überholt werden können. Das würde einem in Hamburg, wo ich herkomme, eher selten passieren. Und ich bin verblüfft, wie sehr das die Menschen hier verinnerlicht haben.

Čau, čau und mňau! Alles ist wieder gut! Mein Butler, der Herr Schmidt, ist aus seinem Urlaub wieder zu mir armem Mäuschen zurückgekehrt. Dabei hatte ich zwischenzeitlich schon alle Hoffnung fahren lassen und gemeint, jetzt lässt er mich wohl für immer mutterseelenallein. Hat er aber nicht gemacht. Sein Glück! Na ja, eigentlich mehr meins.

Welche Neuerungen erwarten Prag in der näheren Zukunft? / Peggy Lohse

Anfang Oktober droht bei den Kommunalwahlen in Prag ein Erdrutsch. Einmal mehr. 

Schwer genug auszusprechen. Wer vorn betont, hat schon die Hälfte geschafft. Foto: Steffen Neumann

Deutsche und Tschechen haben vieles gemeinsam, zum Beispiel die Betonung in Wörtern. Trotzdem tappen Deutsche regelmäßig daneben, dass es kracht.

Foto: Baustellen auf dem Wenzelsplatz - Bild: LE/tra

Ein Dreivierteljahr nach den Wahlen hat Tschechien wieder eine vom Parlament gewählte Regierung. Was immer noch fehlt: Ein klarer Plan, wohin das vom Multimilliardär Andrej Babiš angeführte Kabinett das Land führen will. Das Programm ist ein Flickwerk, das es allen irgendwie recht machen möchte. Und schon zum Start gibt es die ersten Skandale. 

Foto: Europäische, deutsche, tschechische Fahne in der Deutschen Botschaft Prag - Foto: LE/tra

Eine Aussage der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Vertreibung der Deutschen sorgt in Tschechien für Unmut. Beim genauen Hinsehen zeigt sich aber: Die Aussagen Merkels wurden aus dem Zusammenhang gerissen. Und die tschechische Zivilgesellschaft geht mit der Vergangenheit viel reflektierter um als die Männer an der Staats- und Regierungsspitze.

Foto: Blick auf Karlsbrücke und Prager Burg - Bild: LE/tra

Letztes Jahr besuchten mehr als siebeneinhalb Millionen Gäste die tschechische Hauptstadt Prag. Die unangenehmen Begleiterscheinungen des Massentourismus steigern aber immer mehr den Verdruss der lokalen Bevölkerung. Die Frage ist: Wie schafft man den Paradigmenwechsel hin zu einem „sanften Tourismus“, von dem die Stadt auch als Ganzes profitiert?

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Nach meiner ersten Woche in Prag habe ich schon das eine oder andere Mal in Restaurants und Cafés gespeist und bin als Deutscher quasi gefesselt von den günstigen Preisen in Kombination mit guter Küche. Und das obwohl ich mich eher speziell ernähre.

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Am Ende meiner ersten Arbeitswoche in Prag besuchte mich meine, aus Deutschland angereiste Freundin übers Wochenende, um mit mir die tschechische Hauptstadt zu entdecken. Auf der typischen Prager Touristenroute entdeckten wir allerlei Sehenswürdigkeiten, entflohen älteren Herren an der Prager Burg und machten einen Rundgang im Hard Rock Café.

Nachdem ich im letzten Teil das Joghurt-Desaster überlebt und mit Mattoni-Wasser nachgespült habe, lerne ich in den folgenden Tagen meinen Praktikumsplatz, die deftige böhmische Küche und unerträgliches Sirenengeheul kennen.

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