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Musikalische Tage in Ostrau

Logo: Ostrava Days 2015

Das neuntägige Festival „Ostrava Days Festival“, vom 20.-29. August in Ostrau, ist der Höhepunkt eines musikalischen Austauschs, der von dem „Zentrum für Neue Musik Ostrava“ organisiert wird. Während des Festivals und der vorausgehenden Aktivitäten werden über 90 Werke aufgeführt. Die gemeinsame musikalische Arbeit, das Lehren und Lernen stehen dabei im Mittelpunkt. Drei Wochen lang arbeiten 35 Kompositionsstudenten gemeinsam mit Lehrern und Interpreten an ihren Stücken. Dieses Jahr präsentiert das Festival 250 teilnehmende Künstler, 50 Unterrichtseinheiten, 17 Konzerte und 90 Werke.

 

 

 

„Ostrava Days“ soll alle zwei Jahre stattfinden, erstmalig organsiert wurde es 2001. Es bietet eine wichtige Austauschplattform für gegenwärtige, neue Musik. Das Programm enthält Werke von zahlreichen berühmten Komponisten, wie zum Beispiel dem US-amerikanischen Komponist Christian Wolff. Klassiker der Neuen Musik stehen ebenfalls auf dem Programm, zum Beispiel Stücke von Morton Feldman, John Cage und anderen. Zugleich gibt es Kompositionen von residierenden Studenten des „Ostrava Days Institute“.Bei dem Festival residieren zwei Orchester, das „Janáček Philharmonic Orchestra” und die „Ostravská banda”, die aus 35 Musikern besteht. Darüber hinaus gibt es viele Ensembles, Dirigenten und Solokünstler.

Das Festivalprogramm bietet zahlreiche Aufführungen, die gekennzeichnet sind durch die experimentellen Techniken der Neuen Musik, distanziert werden soll sich dabei ganz bewusst von kommerzieller Musik. Die Neue Musik zeichnet sich durch Erweiterungen der klanglichen Mittel aus, sie ist eine Suche nach neuen Klängen, neuen Formen oder nach neuartigen Verbindungen alter Stile, was oft zu Neukompositionen und Traditionsbruch führt.

Experimentell ist auch die Musik von Peter Ablinger aus Österreich. Er agiert als Lehrer während der „Ostrava days“ und führt ebenso seine Komposition „Weiss/weisslich“ auf. Es handelt sich um Installationen, elektroakustische Stücke, Objekte, Hinweisstücke, Prosa, und um Musik ohne Klänge.

Ein anderer Programmpunkt auf dem Festival ist zum Beispiel das Werk „Music on a Long Thin Wire“. Es stammt aus dem Jahr 1977 und wurde vom Komponisten und Klangkünstler Alvin Lucier verfasst. An der Installation beteiligt ist der deutsche Komponist Hauke Harder aus Berlin.

Ein berühmter Dirigent aus Deutschland ist ebenso vertreten. Der 1968 geborene Roland Kluttig war Dirigent an Deutschlands populärsten, musikalischen Einrichtungen, wie zum Beispiel an der Semperoper in Dresden oder dem Konzerthaus in Berlin. Auch stand er auf der Bühne beim Holland Festival und den Berliner Festwochen. Seit 2010 arbeite er als Direktor am Landestheater Coburg. Er ist einer der Hauptdirigenten bei den „Ostrava days“.

Ein Klaviertrio aus Deutschland präsentiert moderne Interpretation von herausragenden Werken des 20. Jahrhunderts. Das im Herbst 2001 gegründete „Elole“-Klaviertrio experimentiert gerne mit unkonventionellem Konzertformen. Die Musiker regten in der Vergangenheit Neukompostionen an und haben bereits über vierzig Werke uraufgeführt.

Neben den deutschen Musikern sind Künstler aus aller Welt anwesend. Lehrer aus den USA und aus Irland, sowie Solisten unter anderem aus Holland und Ungarn. Eine besondere, in Ostrau anwesende Größe ist Philip Glass, einer der wichtigsten Vertreter der Minimal Music aus den Vereinigten Staaten.

Die Veranstaltungen finden im Zentrum für „Neue Musik Ostrava“ statt. Mehr Informationen zu den „Ostrava Days“ gibt es: hier.

 


 

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