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Verloren geglaubter Schwan kehrt zurück nach Prag

Bildausschnitt: Leda und der Schwan

Unter den vielen Künstlern und Wissenschaftlern, die König Rudolf II. am Prager Hof um sich versammelte, war auch der Schweizer Joseph Heintz der Ältere. Sein lange Zeit verloren geglaubtes Bild „Leda und der Schwan“ wurde nach fast 400 Jahren wiederentdeckt und kommt nun für eine Ausstellung vom 2.10. bis zum 3.1. nach Prag zurück.

 

 

Joseph Heintz lernte sein Handwerk vermutlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in seinem Heimatort Basel. Vor seiner Erhebung zum Hofmaler in Prag bereiste er Italien und hinterließ seine Spuren in Venedig und Rom. 1591 wurde er von Rudolf II. zum Hofmaler in Prag gemacht und fertige bis zu seinem Tod 1609 viele manieristische Gemälde für seinen Auftraggeber.

Der griechische Mythos von Leda, die vom als Schwan erschienenen Zeus verführt wird und dann zwei seiner Kinder gebiert, war ein beliebter Gegenstand für Gemälde dieser Zeit. Schon Leonardo da Vinci hatte sich den Stoff am Anfang des 16. Jahrhunderts vorgenommen. Seine Version der Geschichte um die Zeugung der schönen Helena ist jedoch nicht erhalten geblieben. Von ihrer Existenz zeugen jedoch Konzeptzeichnungen und Studien, die da Vinci vor dem eigentlichen Bild anfertigte.

Auch Joseph Heintz hatte für sein Bild „Leda und der Schwan“ Vorzeichnungen angefertigt. Drei dieser Zeichnungen waren bekannt und galten lange Zeit als letzter erhaltener Rest des Meisterwerks. Nach der Wiederentdeckung des Bildes verständigten sich die Nationalgalerie in Prag, die Kunstsammlungen und Museen Augsburg und das Kunsthistorische Museum in Wien auf drei Einzelschauen, mit denen das Kunstwerk der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

Die Ausstellung, die in der Galerie im Marstall des Kinsky-Palais in Prag (Staroměstské náměstí 12, Prag 1) zu sehen sein wird, zeigt neben „Leda und der Schwan“ auch eine der drei Vorzeichnungen und weitere Kunstwerke bekannter Maler mit mythologischer Thematik. Nach dem Abschluss der Ausstellung in Prag zieht das Bild 2016 weiter nach Wien zu seiner dritten Station.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf den Seiten der Nationalgalerie: hier.

 


 

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