Am 18. Januar um 18 Uhr findet im Österreichischen Kulturforum in Prag (Jungmannovo náměstí 18) die Vernissage zur Ausstellung „Die Gabe ist Sehnsucht: Friedl Dicker-Brandeis und ihr Experiment im Kunstunterricht“ statt. Ausgestellt werden Kinderkunstwerke, die im Ghetto Theresienstadt entstanden sind.

 

Friedl Dicker-Brandeis (Bedřiška Brandeisová) wurde 1898 in Wien geboren und war eine österreichische Malerin, Kunsthandwerkerin und Innenarchitektin. Sie wuchs in einer jüdischen Familie auf und studierte an einer privaten Kunsthochschule in Wien. 1923 gründete sie mit Franz Singer das Gemeinschaftsatelier Singer & Dicker, welches mehrfach ausgezeichnet wurde.

Seit dem Jahr 1931 war sie Mitglied in der Kommunistischen Partei und wurde drei Jahre später wegen „kommunistischer Aktivitäten“ verhaftet. Nach ihrer Freilassung emigrierte sie nach Prag, heiratete Pavel Brandeis und wurde tschechische Staatsbürgerin. 1942 wurde das Ehepaar nach Theresienstadt deportiert, wo Friedl Zeichenkurse für Kinder organisierte. Viele dieser Werke konnte sie in einem Koffer auf einen Dachboden retten, bevor sie ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt und dort 1944 ermordet wurde.

Die Ausstellung „Die Gabe der Sehnsucht“ bietet eine Auswahl dieser Kinderzeichnungen und findet vom 18. Januar bis zum 13. April statt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Österreichischen Kulturforums:  hier.