Aktuelle Seite: StartseiteKulturGefangen in einer Welt aus Licht und Schatten

Eine Collage von der Front

Vergangenheitsbewältigung in der Kunst – Foto: DOX

„In dem sinnlosen Fluss des Krieges ist ein Tagebuch eine Verbindung zwischen Sein und Nicht-Sein. Eine Erinnerung ist der Wunsch zu vergessen. Heldentum ist Verrat. Und Verrat ist Heldentum. So beginnt das 20. Jahrhundert: ein Jahrhundert der großen Kriege und Absurdität.” Das Zentrum für zeitgenössische Kunst in Prag (DOX) erinnert mit der „Front Line“ Ausstellung an das 100-jährige Jubiläum zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

 

 

 

 

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs hat sich der Rhythmus der Welt verändert. Die optimistischen Vorstellungen der Jahrhundertwende, die eine Ära von Humanität und wissenschaftlich-technischen Wundern versprachen, verschwanden schnell. Millionen von Menschen, die immer an ihre Familien gebunden waren, marschierten nach dem Willen ihres Schicksals und Befehlshabers auf das Schlachtfeld und  machten dort Erfahrungen, die daheim nie jemand zu denken wagte. Sie gingen als Soldaten der Österreichischen Armee und kamen zurück in eine neue Republik, gekleidet in den Uniformen einer besiegten Monarchie. Andere als Überläufer oder Gefangene in Legionärsuniformen der Helden des neuen Zeitalters. Zurück bleiben ihre Geschichten, einmalige Tagebücher, Erinnerungen, Briefe und Fotografien.

Aktuelle Generationen von Europäern betrachten Krieg als fernes, abstraktes Phänomen und doch ist seine Bedrohung nicht etwas gänzlich Unvorstellbares, auch innerhalb unseres eigenen geopolitischen Raumes – wie es der aktuelle Konflikt zwischen Russland und Ukraine beweist.

Das DOX präsentiert in der Haupthalle eine monumentale ortsspezifische Installation der Slowakischen Künstler Bohuš und Monika Kubinský, die aus zwei sich konfrontierenden Kampflinien bestehen. Die Kuratoren sind Pavel Štingl, Kateřina Štinglová, Michaela Šilpochová und Leoš Válka.

Der zweite Teil der Ausstellung besteht aus persönlichen Geschichten, Erinnerungen und intimen Geständnissen von Zeugen und Akteuren des Ersten Weltkrieges. Bis 29.09. haben Besucher noch die Möglichkeit am Begleitprogramm mit Führungen, Diskussionen mit Historikern und Zeitzeugen teilzunehmen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des DOX hier.

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