Aktuelle Seite: StartseiteKulturDeutsche Baukunst 1910–1945 wiederentdeckt

Der andere Mendelsohn

Bild: Ausstellungsankündigung des Goethe-Instituts Prag

Die meisten von uns verbinden den Namen Mendelsohn wohl mit dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Doch nicht nur der Name ist ein wenig unterschiedlich, auch die Kunstform unterscheidet sich. Erich Mendelsohn verschrieb sich eher der praktischen Kunst der Architektur. Noch bis zum 22. November 2014 ist die Ausstellung zu seinem Lebenswerk im Goetheinstitut in Prag zu bewundern.

 

Mendelsohn wurde in Allenstein (Olsztyn), damals Ostpreußen geboren. In den 20er Jahren entstand ein Großteil seiner Werke, vor allem in und um Berlin, wo unter anderem der Einsteinturm zur Untersuchung der Relativitätstheorie oder das Mossehaus, im heute historischen Zeitungsviertel, entstanden. Vor den Nazis flüchtete er nach England, wo er unter anderem für Chaim Weizmann, den späteren ersten Präsidenten Israels, Projekte realisierte. Ab 1941 zog er weiter in die USA, wo er wegen fehlender Staatsbürgerschaft, nicht praktisch sondern nur theoretisch arbeiten konnte. Er wurde aber zum Beispiel für die Regierung tätig, als diese ein deutsches Viertel für die Erprobung von Bomben nachbauen ließ. Nach dem Krieg machte sich Mendelsohn als Erbauer sakraler und universitärer Bauten einen Namen. 1953 verstarb er in San Francisco.

Eine interessante Biografie und ein bedeutender Architekt des 20. Jahrhunderts laden zum kurzweiligen Besuch in das Goethe Institut ein, wo anhand von Bildern und Modellen, deren Vorbilder auch wahrhaftig immer noch in der Tschechischen Republik und anderswo stehen, der Werdegang dieses Künstlers verfolgt werden kann.

Mehr Infos gibt es auf der Seite des Goethe Instituts: hier.

 


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