Aktuelle Seite: StartseiteKultur"Einmal Deutsch zum Mitnehmen bitte!"

Trakl und der Wahnsinn des Krieges

Foto: Georg Trakl

Eine Woche nach dem Österreichischen Nationalfeiertag findet am 3. November ein Jubiläum im zunächst österreichischen Kontext statt. Der Todestag des Dichters Georg Trakl jährt sich zum 100. Mal, ein Grund für das Österreichische Kulturforum in Prag (ÖKF), sich dem Künstler zu nähern. Doch nicht nur dort, auch im Theater X10 (Divadlo X10) gibt es eine Interpretation zu Trakls Leben und Tod zu sehen.

 

 

 

Zunächst stellt Radek Malý im ÖKF das Leben und Werk des 1914 an einer Überdosis Kokain verstorbenen Künstlers im tschechischen Kontext vor, zusammen mit Marie Štípková, die einige der Gedichte Trakls vortragen wird. Malý selbst ist Autor und Übersetzer der Werke Georg Trakls, aber auch Rilkes und Kästners. Beide werden erläutern, welche Resonanz Trakl auch in Tschechien erhält. Dies wird auch heute durch immer wieder erscheinende Übersetzungen unter Beweis gestellt.

Ein weiterer Beweis dafür ist die Theaterinszenierung des Divadlo X10. Dieses nimmt die Ereignisse der letzten Monate Trakls, vielleicht als Tragikkomödie zu bezeichnen, als Anlass für seine Inszenierung. In Krakau verbrachte Trakl seine letzte Zeit, wegen psychischer Probleme, in einem Militärkrankenhaus oder anders ausgedrückt, in der Irrenanstalt. Dort verstarb er durch einen Unfall oder Selbstmord an einer Überdosis Kokain. Das Theaterstück verarbeitet seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg und seine Probleme mit sich selber und seiner Außenwelt, mit der er schon abgeschlossen hatte.

Beides zu empfehlende Veranstaltungen. Nicht nur im Kontext seiner Werke sondern auch wegen des sich gleichzeitig zum 100. Mal jährenden Beginn des Ersten Weltkriegs.

Informationen zu beiden Veranstaltungen finden sich auf der Seite des ÖKF: hier und auf der Homepage des Divadlo X10: hier. Beide Veranstaltungen finden auf Tschechisch statt.

 


 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Aktuelle Artikel - Radio Prag

Zitat des Tages

Voltaire
Voltaire: „Wenn es Gott nicht gäbe, müsste man ihn erfinden.“
von zitate-online.de

Unsere Kooperationspartner

 

tschechien-online

prag-aktuell

Man spricht Deutsch

Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren

Verlag Host Brno

kidscompany

Wetter

x



Das LandesEcho wird gefördert durch:
Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)         ministerstvo-kultury-mini

Zum Anfang

Copyright © 2014 Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien. Alle Rechte vorbehalten.