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Mahnende Erinnerung

Foto: Marianne Golz-Goldlust

 Die hohe israelische Auszeichnung „Gerechte unter den Völkern“ konnte Marianne Golz-Goldlust 1988 nur postum verliehen werden. Die Sängerin war bereits 1943 wegen ihrer Beteiligung am Widerstand gegen das Nazi-Regime verhaftet und nach einem Schauprozess zum Tode verurteilt worden. Kurze Zeit später wurde das Urteil im Prager Gestapo-Gefängnis Pankratz (Pankrác) vollstreckt. Ihrem Schicksal ist nun die Ausstellung „Marianne Golz-Goldlust – Eine Gerechte unter den Völkern“ im Österreichischen Kulturforum in Prag gewidmet, die noch bis zum 9. Januar zu sehen ist. Mit einem Themenabend wird am 13. November der Person und der Materie ein besonderes Andenken gegeben.

 

 

 

Konzipiert wurde die Ausstellung von Ronnie Golz, dem Stiefsohn von Marianne Golz-Goldlust, zusammen mit Kurator Stephan Heidenhain. Sie konzentriert sich auf die Zeit der Inhaftierung und Ermordung Golz-Goldlusts in Prag-Pankratz, der zentralen Hinrichtungsstelle des Protektorats Böhmen und Mähren während der deutschen Besatzung. Dort wurde neben vielen anderen Unschuldigen auch Marianne Golz-Goldlust wegen der „Begünstigung von Reichsfeinden“ hingerichtet. Ihr ‚Verbrechen‘ war, dass sie zusammen mit einer Gruppe von Widerständlern Juden bei der Flucht half, indem sie ihnen falsche Ausweispapiere beschaffte. Außerdem rettete sie das Barvermögen der Verfolgten ins Ausland. Dafür verhaftete sie die Gestapo und verurteilte sie ein Sondergericht.

Die Ausstellung zeigt vor allem das Grauen der Haft im Gestapo-Gefängnis. Fotos der Gefangenen, sowie Briefe und Dokumente ergeben ein plastisches Bild der Verhältnisse. In ihrem letzten Brief schrieb Golz-Goldlust: „Das Sterben ist hier etwas Alltägliches.“ Ihr Mut und ihre Menschlichkeit sind auch heute noch Mahnung zum Widerstand gegen Unrecht. Auch davon zeugt die Ausstellung.

Der Themenabend soll sich dem Thema noch einmal besonders nähern. Am 13.11.2014 um 18 Uhr werden verschiedene Experten zur Person, zur Auszeichnung und zur Gedenkstätte Pankratz referieren.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des Österreichischen Kulturforums: hier.

 

 

 

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