Auch dieses Jahr findet in der Geburtsstadt von Bedřich Smetana ein Musikfestival statt. Actionreicher geht es mit „Lola rennt“ im diesjährigen Sommerkino zu. Im Österreichischen Kulturforum bietet eine Ausstellung dagegen die Auseinandersetzung mit der Wahrheit an.

 

Musikfestival in Leitomischl

Das Hauptthema aus „Die Moldau“ ist eine Melodie, die schwer wieder aus dem Kopf geht. Und ein Grund, warum Bedřich Smetana heute weltweit bekannt ist. Der Begründer der tschechischen nationalen Musik wurde am 2. März 1824 im böhmischen Leitomischl (Litomyšl) geboren. Deshalb findet dort alljährlich das „Smetanova Litomyšl“-Festival statt. 1949 hätte Smetana seinen 125. Geburtstag gehabt. Deshalb wurde damals das erste Festival gestartet und dieses Jahr findet es zum 61. Mal statt. Zu den Spielstätten zählt auch das städtische Schloss, welches zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Das Festival wird noch bis zum 7. Juli laufen. Das zweitälteste tschechische Musikfestival bietet ein vielfältiges Programm an, das besonders auf Opern und Musik von symphonischen Orchestern ausgelegt ist. Es gibt auch Angebote für Kinder. Weitere Informationen zum Programm, den Künstlern und Tickets bekommen Sie hier.

„Lola rennt“

Deutsche Filme in Originalfassung in Tschechien gucken ist dank „Das Filmfest“ möglich. Jährlich zeigt das Festival seit 2006 deutsche Filme in Prag, Brünn (Brno) und Leitmeritz (Litoměřice). Gegen ein kleines Geld oder sogar komplett kostenlos werden beliebte Kinoerscheinungen gezeigt. So auch am kommenden Montag (24. Juni) um 21:30 Uhr im Containall des Stromovka-Parks in Prag. Gezeigt wird der Thriller „Lola rennt“ von 1998. Der international bekannte Film hat unter anderem den Bambi und den Deutschen Filmpreis gewonnen. Innerhalb von nur 20 Minuten muss Lola versuchen, einen Beutel mit Geld zu finden, den ihr Freund Manni verloren hat. Das Geld ist für einen Kriminellen, für den Manni als Kurier arbeitet. Dieser 20-minütige Lauf von Lola wird dreimal hintereinander gezeigt — mit jeweils unterschiedlichem Ausgang.

Das weitere Programm ist auf der Website des Filmfestes zu finden.

Fauxthenticity

Was ist die Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Was ist der Weg zur „Wahr“-nehmung? Auf diese Fragen scheint es keine klaren Antworten zu geben. Tschechische und österreichische Künstler haben versucht die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion zu ziehen, Fälschungsstrategien zu entdecken und die Evolution der Wahrheit abzubilden. Von der Kuratoren-Plattform „Significant Other“ ausgewählt, sind einige der Ideen im Haus des Österreichischem Kulturforums zu entdecken. Die Ausstellung läuft werktags zwischen 10 und 17 Uhr außer an Feiertagen. Am kommenden Dienstag, dem 25. Juni um 19 Uhr, gibt es eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung. Geführt wird sie von dem tschechischen Künstler Jiří Kovanda und Thomas Geiger, der Initiator der Kunsthalle 3000 ist.