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Tschechien und die Asylanten

Schild: "Unbefugten ist der Zutritt verboten!" - Bild: reklameobjekte.de

Die Tschechen wähnen sich national rein und fürchten alles Fremde.

Nein, dies soll ausdrücklich kein Artikel werden, der von den Problemen ablenken will, die die Deutschen zunehmend mit der wachsenden Zahl der Flüchtlinge haben, die nach Europa kommen. Das vornweg. Dies ist ein Artikel über die Tschechische Republik und die Ursachen der Probleme, die es dort gibt. Ähnlichkeiten vor allem mit dem Osten Deutschlands sind jedoch nicht ausgeschlossen. Ganz im Gegenteil. Wenngleich in Tschechien bislang keine Asylunterkunft gebrannt hat oder von Gegnern lautstark belagert wurde.

 

 

Danaergeschenk an Tschechiens Katholiken

Foto: Prager Burg

Nein, so richtig glücklich können Tschechiens Katholiken nicht sein. Zwar sind seit Donnerstag letzter Woche die teilweise Jahrzehnte langen Streitigkeiten mit dem Staat über die Rückgabe des unter den Kommunisten „verstaatlichten" Eigentums auf dem Areal der Prager Burg zu den Akten gelegt. Doch die Kirche hatte sich nach der gesellschaftspolitischen „Wende" 1989 etwas anderes vorgestellt.

 

 

Kommentar: Prags Sozialdemokraten werden kampfeslustig

Logo: ČSSD-Partei

Man kann über den Tagungsort, den einstigen Prager Kulturpalast, lästern, weil dort bislang nur die Kommunisten tagten. Und man muss nach zwei Tagen in einem Partei getreuen, grell orangefarben ausgekleideten Sitzungssaal womöglich auch einen Augenarzt aufsuchen. Doch dessen ungeachtet haben die regierenden tschechischen Sozialdemokraten dort am Wochenende einen guten Parteitag über die Runden gebracht.

 

Zeman will dem „Lügen-Kanal" den Geldhahn zudrehen

Foto: Kreidetafel mit Aufschrift "Das böhmisch-mährische Hochland ruft: Komm zurück!" beim letzten Nationalfeiertag in Prag - Bild: LandesEcho/tra

Zwei Jahre thront Miloš Zeman jetzt auf der Prager Burg. Der selbst ernannte „Präsident der 10 Millionen kleinen Leute" hat sich in dieser Zeit vor allem einer Berufsgruppe gewidmet: regelmäßig watscht er die Journalisten ab. Damit begann er schon bei seiner Rede zur Einführung in sein Amt. Da nagte in ihm tief, dass die meisten der großen Prager Zeitungen im Wahlkampf ziemlich unverblümt seinem Widersacher Karel Schwarzenberg publizistisch die Daumen gedrückt hatten.

 

„Kauft nicht beim Muselmann" oder: Der „waschechte" Tscheche Okamura als waschechter Nazi

Foto: Kebab Imbiss in Brünn - Foto: tra

Nur Mut, möchte ich der Muslimischen Gemeinschaft in der Tschechischen Republik zurufen. Sie erwägt, Strafanzeige gegen den politischen Rechtsaußen des Landes, Tomio Okamura, zu stellen. Volksverhetzung und Aufstachelung zum Rassenhass könnte man ihm zur Last legen. Das ist ein Straftatbestand, bei dem es auch Okamuras Kollegen im Prager Abgeordnetenhaus schwerfallen dürfte, ihn mit seiner Immunität zu schützen und nicht an die Justiz auszuliefern - wenn man die Parlamentarier noch ernst nehmen soll.

 

„Und Schnitt!" - Zum Spruch des Rundfunkrates über Zemans legendäres „Gespräch aus Lány"

Bild: Logo Radiožurnál hinter Gittern

Man weiß nicht, ob man weinen oder lachen soll. Der Rundfunkrat des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Radios hat auf die zahlreichen Beschwerden von Hörern reagiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass für die vulgären Aussagen von Präsident Miloš Zeman im jüngsten „Gespräch aus Lány" der Sender Radiožurnál verantwortlich war. Die Ausstrahlung von Zemans Äußerungen hätte das Gesetz und den Kodex des Rundfunks verletzt.

 

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