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„Jetzt wollen wir Vollgas geben“

Herrmann und Prachař einig über Verkehrwegekonzept

Wer von München nach Prag fahren will, braucht mit dem Zug vor allem eines: Viel Zeit. Fünf bis sechs Stunden braucht man für eine Strecke von kaum 400 Kilometern. Dass eine derart lange Reisezeit auf Dauer untragbar ist und dringend verkürzt werden muss, war eines der großen Themen beim ersten Arbeitstreffen des Bayerischen Verkehrsministers Joachim Herrmann mit seinem tschechischen Amtskollegen Antonín Prachař am 20. Juni in Prag.

 

„Es hätte in den vergangenen Jahren manches zügiger gehen können“, räumte Herrmann nach dem Treffen ein. In der Tat: 25 Jahre sind seit der Öffnung der Grenzen vergangen, doch bislang können die Nachbarländer lediglich die Autobahn A6 von Nürnberg nach Prag als wirklich gute Verkehrsverbindung vorweisen. Auf deutscher Seite gäbe es vor allem beim Ausbau der Eisenbahnverbindung Defizite.

Nun will man nachbessern: Bayern wolle vor allem den Schienenverkehr beschleunigen. Unter anderem durch eine schnellere Verbindung zwischen München und Regensburg sowie zwischen Nürnberg und Marktredwitz sollen die Fahrtzeiten deutlich verkürzt werden – das Ziel sind vier Stunden zwischen München und Prag.

Dafür müsse aber auch die tschechische Seite aktiv werden. Man sei bereits dabei, die Verbindung zwischen Pilsen (Plzeň) und Prag auszubauen, zudem sollen die Straßenverbindungen Karlsbad (Karlovy Vary) – Prag, Bayerisch Eisenstein – Pilsen und Philippsreut – Prag verbessert werden. Hier habe Prachař Änderungen zugesagt.

Ebenfalls wiederaufgenommen werden soll der Schienenverkehr zwischen dem fränkischen Selb-Plöschberg und Asch (Aš), laut Herrmann sollen dort bereits Ende des nächsten Jahres wieder Züge verkehren.

Darüber hinaus vereinbarten die Minister ein jährliches Treffen von Verkehrsexperten, um Maßnahmen zu besprechen und zu bewerten.

Herrmann ist sehr zuversichtlich, dass nach Jahren des Stillstands nun endlich auf beiden Seiten etwas getan werde, schließlich sei der Ausbau der Verkehrsverbindungen ein gemeinsames Anliegen, auch Tschechien sei an besseren Strecken interessiert. Die beiderseitige Bereitschaft zu Verbesserungen sei seit Seehofers Tschechienbesuch 2010, der „das Eis gebrochen“ habe, deutlich gestiegen. So nützt es nach der Ansicht Herrmanns auch nichts, „in der Vergangenheit nach Schuldigen zu suchen. Jetzt wollen wir Vollgas geben.“

 


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