Aktuelle Seite: Startseite

Prags erste Stadt-Mutter - Adriana Krnáčová eroberte Tschechiens Hauptstadt. Sie hat viele Machos gegen sich.

Bild: Großes Stadtwappen Prags

Nein, einen neuen Fenstersturz hat Prag Mitte der Woche nicht erlebt. Aber schon eine Art Revolution. Zwar war es der Sage nach mit Libuše eine Fürstin, die die Entstehung Prags vom Berg Vyšehrad aus prophezeit hatte. Doch die Geschicke der Moldaustadt wurden nach der Wahl des ersten Bürgermeisters 1537 immer nur von Männern gelenkt. Jetzt hat Prag erstmals eine Frau als Primátor, wie der Stadtvater in tschechischen Großstädten heißt. Adriana Krnáčová ist in eine Männerdomäne eingedrungen, was den Herren der Schöpfung, die in Tschechien gern den Macho raushängen lassen, gegen den Strich geht.

 

„Und Schnitt!" - Zum Spruch des Rundfunkrates über Zemans legendäres „Gespräch aus Lány"

Bild: Logo Radiožurnál hinter Gittern

Man weiß nicht, ob man weinen oder lachen soll. Der Rundfunkrat des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Radios hat auf die zahlreichen Beschwerden von Hörern reagiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass für die vulgären Aussagen von Präsident Miloš Zeman im jüngsten „Gespräch aus Lány" der Sender Radiožurnál verantwortlich war. Die Ausstrahlung von Zemans Äußerungen hätte das Gesetz und den Kodex des Rundfunks verletzt.

 

„Oben ohne" - zweifelhaftes Business

Bild: "In der Kneipe" von Heinrich Zille, 1913

Knapp zehn Jahre mag es her sein, da ich mich mitten in der Woche am späten Nachmittag in Ermangelung von Flaschenbier in die nächstgelegene, ziemlich finstere, aber sehr gut von ausschließlich Männern besuchte Kneipe in meinem damaligen Prager Wohnviertel Strašnice begab. Dass ich dort etwas falsch war, merkte ich schnell. Ich hatte mir zum Bier die Lektüre zweier Wochenzeitungen mitgebracht. Der spinnt, müssen die Jungs an den Nachbartischen über mich gedacht haben.

 

Tschechien: Kritik aus Ost und West - Prags Außenpolitik driftet massiv gen Moskau

Foto: Demonstrant am 17. November mit Plakat "Präsident und Regierung locken uns Richtung Osten" - Bild: tra

Es war ein feierlicher Moment, als im amerikanischen Kongress dieser Tage feierlich eine Büste von Václav Havel enthüllt wurde. Als vierter Europäer nach Winston Churchill, dem ungarischen Revolutionär Lajos Kossuth und dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg steht Havel jetzt in Nachbarschaft zu US-Größen von einst wie Abraham Lincoln.

 

Wer tummelt sich eigentlich in Prags Kaffeehäusern?

Foto: Demonstantinnen am 17. November mit Plakat pro Havel und contra Zeman - Bild: tra

Bei seinem mittlerweile legendären Radio-Gespräch, in dem auch äußerst vulgäre Ausdrücke fielen, ereiferte sich Tschechiens Präsident Miloš Zeman über seine Kritiker, die er pauschal „Prager Kaffeehausgänger" nannte. Er fand in Wahrheit einen nicht ganz so schönen Ausdruck. Aber man weiß, dass es mitunter nicht schicklich ist, das Staatsoberhaupt wörtlich zu zitieren. Also bleibe ich bei dieser netten, unverfänglichen Bezeichnung.

 

Empfang für ehemalige IPS-Stipendiaten und Gäste

Foto; Reichstagsgebäude in Berlin - Bild: tra

Am 21. Oktober 2014 wurde auf der Deutschen Botschaft in Prag ein Empfang für die ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten und Gäste organisiert. Das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) bietet jungen Menschen bis zum dreißigsten Lebensjahr die Gelegenheit, im Deutschen Bundestag für fünf Monate im Büro eines Abgeordneten zu arbeiten und gleichzeitig an der Humboldt Universität zu Berlin zu studieren.

 

 

Rote Karten für Havels Nachfolger

Foto: Nationalmuseum mit Havel-Plakat

Über dem 25. Jahrestag der „Samtrevolution" liegt der Mehltau der Unzufriedenheit mit den heutigen Politikern und den Ergebnissen nach 1989. Erwartungsfroh zeigt sich Prag am Morgen des 17. November. Hunderte ziehen schon zeitig zur Nationalstraße. Zu einem schmalen Häuserdurchgang, wo sie unter einer Gedenktafel Blumen niederlegen und Kerzen anzünden. Es ist jene Stelle, an der vor genau 25 Jahren kommunistische Polizei und Staatssicherheit eine Studentendemonstration brutal zusammengeknüppelt hat.

 

 

Aktuelle Artikel - Radio Prag

Zitat des Tages

Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe: „Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, daß der Verfasser etwas gewußt hat.“
von zitate-online.de

Unsere Kooperationspartner

 

tschechien-online

prag-aktuell

Man spricht Deutsch

Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren

Verlag Host Brno

kidscompany

Wetter

x



Das LandesEcho wird gefördert durch:
Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)         ministerstvo-kultury-mini

Zum Anfang

Copyright © 2014 Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien. Alle Rechte vorbehalten.