Alle zwei Jahre findet die Niederösterreichische Landesausstellung an einem anderen Ort der Region statt. Die traditionsreiche Veranstaltung ist nicht nur bei den Einheimischen sehr beliebt, sondern zieht auch viele Touristen an. Neben vielen weiteren Interessenten hat nun die Weinstadt Retz eine Bewerbung für die Landesausstellung 2021 eingereicht – zusammen mit ihrer mährischen Partnerstadt Znaim (Znojmo).

Die Ursprünge der Landesausstellungen reichen bis zu Wirtschaftsschauen in den 1920er Jahren zurück. Die erste kulturhistorische Niederösterreichische Landesausstellung fand dann unter dem Titel „Der Kremser Schmidt“ 1951 in Krems statt und war die erste Veranstaltung dieser Art in ganz Österreich. Nach ursprünglich unregelmäßigen und später jährlichen Ausstellungen, ist seit 1994 ein zweijähriger Turnus eingeführt worden. Die nächste Ausstellung findet 2017 im Waldviertel statt. Auf Schloss Pöggstall geht es dann um „Alles was Recht ist“.

Bereits 2009 hatte eine Niederösterreichische Landesausstellung auch eine tschechische Stadt mit einbezogen. Damals kamen unter dem Titel „Österreich. Tschechien. geteilt – getrennt – vereint“ die Gemeinden Horn, Raabs an der Thaya und Teltsch (Telč) zusammen. Die UNESCO-Welterbe-Stadt Teltsch war der erste Ort außerhalb Österreichs, der als Austragungsort an einer Niederösterreichischen Landesausstellung teilnahm.

Für ihre Bewerbung haben sich Retz und Znaim nun den Arbeitstitel „Alte Verbindungen neu beleben“ ausgesucht. Gerade die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll den Partnerstädten als Alleinstellungsmerkmal zu einer positiven Bewertung durch die Jury verhelfen. An einer gemeinsamen Ausstellung wird bereits gefeilt und die Retzer sind wie ihre Znaimer Nachbarn guter Dinge, dass die Niederösterreichische Landesausstellung 2021 in ihre Region kommen wird. Auch für die so einzunehmenden Mittel gibt es bereits Ideen. Mehrere Kulturorte sollen saniert, ins Ausstellungskonzept aufgenommen und später der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Beteiligung am Konzept gibt es auf der eigens eingerichteten Webseite: hier.

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