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Verse zwischen den Sprachen

Foto: Jan Skácel und Reiner Kunze - Bild: oekfprag.at

Lyrik als Ausdruck der sehr eigenen Melodie einer Sprache ist für Übersetzer stets eine ganz besondere Herausforderung. Gelungene Übertragungen sind eine besondere Kunst und können ganz eigene Einblicke in die Gedankenwelt des Dichters und des Übersetzers gestatten. In einem Vortrag über Jan Skácel und Reiner Kunze am 16.11. thematisiert nun der Germanist Roman Kopřiva den literarischen Dialog dieser beiden Dichter.

 

Sowohl Jan Skácel als auch Reiner Kunze gerieten durch ihre Werke in Konflikt mit dem politischen System. Skácel erhielt 1969 Publikationsverbot in der Tschechoslowakei, welches erst 1981 teilweise aufgehoben wurde, Reiner Kunze drohte in der DDR sogar die Haft, der er mit einem im Schnellverfahren genehmigten Ausreiseantrag entgehen konnte. Mit Skácel verbindet Kunze aber noch mehr als Ähnlichkeiten in der Biographie.

Kunze kam vor allem über seine Frau, die aus der Tschechoslowakei stammt, mit vielen tschechischen Dichtern in Kontakt und übersetzte bislang die Werke von über sechzig von ihnen. Gerade Skácels Gedichtbände erfuhren in deutscher Sprache eine Popularität auch über die Grenzen der damaligen Tschechoslowakei hinaus.

Roman Kopřiva, der an der Masaryk-Universität Brünn lehrt, hat sich bereits in der 2013 Dresden erschienenen Monographie „Internationalismus der Dichter“ mit der Beziehung zwischen Skácel und Kunze befasst. Der Vortrag unter dem Titel „Zwischen der Rose und der Stille: Reiner Kunze und Jan Skácel“ geht nun auf den Weg vom tschechischen zum übertragenen deutschen Original ein.

Der Vortrag findet im Rahmen der Woche der Wissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität (Masarykova univerzita, Filozofická fakulta, Seminarraum B 2.24, Arne Nováka 1) am 16.11. um 12:30 Uhr statt.

 

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